Wäsche trocknen in der Wohnung

Thema
Waschküche & Hauswirtschaftsraum
Datum
Sechs Teile, mit denen die Wäsche drinnen schneller trocknet, ohne dass der Ständer im Weg steht und die Luft feucht wird.
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Ab Oktober trocknet die Wäsche drinnen, und damit fängt in kleinen Wohnungen jedes Jahr dasselbe an: Der Ständer steht mitten im Wohnzimmer, die Sachen sind nach zwei Tagen immer noch feucht, und an der kalten Außenwand beschlägt es.
Der Grund dafür ist banal. Eine Waschladung bringt ein bis zwei Liter Wasser mit in den Raum. Dieses Wasser verschwindet nicht, es wechselt nur den Ort — von der Wäsche in die Luft und von dort an die kälteste Fläche im Zimmer. Wer drinnen trocknet, hat also zwei Aufgaben: Platz für die Wäsche finden und das Wasser wieder aus der Wohnung bekommen.
Sechs Teile, die beides erledigen. Alle bleiben unter fünfzig Euro.
Stellfläche, die du sowieso nicht hast
Schmaler Standtrockner
Der übliche Flügeltrockner ist 180 Zentimeter breit und blockiert damit ein halbes Zimmer. Dieser hier ist 55 Zentimeter schmal und passt in den Spalt zwischen Waschmaschine und Wand oder an das Fußende des Bettes. Die Flügel sind trotzdem 105 Zentimeter hoch, Hosen und Bettwäsche hängen also frei, statt auf halber Höhe geknickt zu liegen — und genau dieses Knicken ist der Grund, warum Sachen nicht richtig trocken werden.
Wäscheturm mit Rollen
Wenn am Boden nichts mehr frei ist, bleibt die Höhe. Ein Turm stapelt sechs Ebenen übereinander und braucht dafür die Grundfläche eines Küchenstuhls. Die Rollen sind dabei wichtiger, als sie klingen: Damit schiebst du die nasse Wäsche morgens ans Fenster und abends wieder aus dem Weg, ohne sie zweimal abzunehmen.
Die Wand, die keine Wand ist
Trockner zum Einhängen über die Tür
Für Mietwohnungen, in denen nichts gebohrt werden darf: Dieser Trockner hängt sich über das Türblatt und klappt drei Flügel aus, zusammen acht Meter Leine. Die Tür steht dann offen, was ohnehin richtig ist — Wäsche in einem geschlossenen Zimmer trocknet am langsamsten.
Wandtrockner zum Ausziehen
Wer bohren darf, bekommt die sauberste Lösung: 3,6 Meter Leine, die sich aus einem Gehäuse ziehen und an der gegenüberliegenden Seite einhängen lassen. Ist die Wäsche trocken, fahren die Leinen zurück und an der Wand bleibt ein Kasten von der Größe eines Buches. Bad und Flur sind dafür die besten Orte, weil dort niemand wohnt.
Und wohin mit dem Wasser?
Luftentfeuchter ohne Strom
Granulat zieht die Feuchtigkeit aus der Luft und sammelt sie als Wasser im Behälter darunter. Das ersetzt das Lüften nicht, aber es fängt ab, was zwischen zwei Stoßlüftungen anfällt — und das ist genau die Zeit, in der sich sonst an der Außenwand etwas absetzt. Vier Behälter reichen für die Räume, in denen tatsächlich Wäsche steht.
Hygrometer
Luftfeuchtigkeit sieht man nicht, man merkt sie erst am Fleck. Ein Hygrometer kostet so viel wie zwei Kaffee und zeigt dir, ob die 40 bis 60 Prozent noch stimmen, die für Wohnräume üblicherweise empfohlen werden. Steigt der Wert beim Trocknen deutlich darüber, hilft Lüften — und du weißt endlich, wann es wirklich nötig ist und wann du dir das Fenster sparen kannst.
Die Reihenfolge, falls du nicht alles brauchst
Das Hygrometer zuerst, so seltsam das klingt. Es kostet am wenigsten und sagt dir, ob du überhaupt ein Feuchteproblem hast oder nur ein Platzproblem. Danach der Trockner, der zu deinem Grundriss passt — schmal, hoch oder an der Tür. Das Granulat lohnt sich erst, wenn der Wert trotz Lüften oben bleibt.