Kleiderschrank organisieren

Geöffneter Kleiderschrank mit drei Fächern, Jacken und Oberteile in Beige- und Cremetönen an den Stangen, darunter ein Regalboden mit einer weißen Box, einem kleinen Korb und einer gefalteten Decke

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Kleiderschrank organisieren

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Sechs Teile, mit denen mehr in den Kleiderschrank passt, ohne dass du ausmisten oder ein neues Möbel kaufen musst.

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Offenes Kleiderschranksystem über eine ganze Wand: Fachböden mit Boxen, Körben, Hüten und Kissen, Kleider an einer Stange, Schuhe in offenen Regalen und Schubladen darunter

Im Oktober passiert in jedem Kleiderschrank dasselbe. Die dünnen Sachen wandern nach hinten, die dicken kommen nach vorn — und plötzlich ist die Stange voll, obwohl die Hälfte der Kleidung noch im Wäschekorb liegt. Ein Wollpullover braucht nun mal den Platz von drei T-Shirts.

Der übliche Rat lautet dann: ausmisten. Der funktioniert auch, nur ist er selten das eigentliche Problem. In den meisten Schränken liegt der Platz woanders herum: in zwei Zentimeter dicken Holzbügeln, in dreißig Zentimetern Luft über dem Pulloverstapel, in Hosen, die einzeln nebeneinander hängen. Das lässt sich einsammeln, ohne dass ein einziges Kleidungsstück gehen muss.

Sechs Teile, die genau das tun. Alle bleiben unter dreißig Euro.

Die Stange: mehr Kleidung auf gleicher Breite

Samt-Kleiderbügel

Der schnellste Gewinn im ganzen Schrank, und der langweiligste. Ein Holzbügel ist rund zwei Zentimeter dick, ein Samtbügel etwa einen halben. Bei sechzig Bügeln sind das grob neunzig Zentimeter Stange, die vorher der Bügel selbst belegt hat. Dazu kommt, dass Trägertops und Strickjacken auf dem Samt liegen bleiben, statt nachts auf den Schrankboden zu rutschen.

Wichtig ist, wirklich alle auf einmal zu tauschen. Ein paar dicke Bügel dazwischen fressen den Gewinn wieder auf, weil die Kleidung sich an ihnen staut.

Hosenbügel mit fünf Etagen

Hosen sind die heimlichen Platzfresser: Sie hängen einzeln, brauchen jede die volle Bügelbreite und lassen darunter dreißig Zentimeter Luft ungenutzt. Ein Etagenbügel hängt fünf davon übereinander auf der Breite von einem. Zwei Stück davon nehmen zehn Hosen auf und geben acht Bügelplätze zurück.

Die Stangen sind beschichtet, damit nichts rutscht — bei glatten Stoffhosen ist das der Unterschied zwischen einem Bügel und einem Haufen am Boden.

Hängeorganizer für die Stange

Unter kurzen Sachen — Blusen, Hemden, Jacken — hängt fast immer ein halber Meter Luft. Ein Hängeorganizer wird einfach über die Stange geschoben und macht daraus Fächer für Pullover, Taschen oder Mützen. Er ist die einzige Lösung hier, für die du nichts umbauen und nichts anschrauben musst.

Zwei Hinweise aus der Praxis: nichts Schweres nach ganz oben, sonst kippt das Ganze. Und die Fächer nur bis knapp unter die Kante füllen, damit der Stapel sichtbar bleibt.

Fachböden und Schubladen: aus Haufen werden Stapel

Stapelbare Schrank-Organizer

Ein Pulloverstapel auf einem Fachboden hat zwei Probleme: Über ihm bleibt Luft ungenutzt, und wer den untersten Pullover will, zieht die anderen mit herunter. Stapelbare Boxen lösen beides — sie nutzen die Höhe bis zum nächsten Boden und lassen sich einzeln herausziehen wie eine Schublade.

Diese hier sind aus Kunststoff statt aus Stoff. Das sieht weniger gemütlich aus, bleibt aber beim Stapeln in Form, und genau daran scheitern die weichen Stoffkisten nach ein paar Monaten.

Verstellbare Schubladentrenner

In der Schublade rutscht alles zusammen, sobald man sie zweimal aufzieht. Trenner klemmen sich zwischen die Wände und machen feste Fächer daraus — für Socken, Unterwäsche, Gürtel. Sie sind verstellbar, passen also auch in die schmale Kommodenschublade und nicht nur in die tiefe.

Der eigentliche Trick dabei ist nicht das Fach, sondern das Hochkantstellen: Wäsche, die senkrecht im Fach steht, ist auf einen Blick zu sehen. Ein Stapel zeigt dir immer nur das oberste Stück.

Was jetzt nicht mehr in den Schrank muss

Vakuumbeutel mit eigener Pumpe

Sommersachen, Bettwäsche, die dünne Übergangsjacke — alles, was bis März nicht gebraucht wird, gehört nicht in den Schrank, sondern unters Bett oder aufs oberste Fach. Vakuumbeutel drücken das Volumen auf etwa ein Drittel zusammen, und das ist der Platz, den die Winterkleidung jetzt braucht.

Diese Sets bringen eine kleine Akkupumpe mit. Das klingt nach Zubehör, ist aber der Punkt, an dem die billigen Beutel scheitern: Ohne Staubsauger im Schlepptau macht man es tatsächlich, und zwar zweimal im Jahr statt einmal.

Daunen und Wolle mögen dauerhaftes Pressen übrigens nicht besonders. Für eine Saison ist das kein Problem, für zwei Jahre am Stück würde ich es nicht machen.

Die Reihenfolge, falls du nicht alles brauchst

Die Bügel zuerst. Sie kosten am wenigsten, betreffen die ganze Stange auf einmal und du siehst nach zwanzig Minuten, wie viel Platz überhaupt zu holen war.

Danach entscheidet dein Schrank. Viel Stange und wenig Fachboden? Dann die Hosenbügel und der Hängeorganizer. Viel Fachboden und tiefe Schubladen? Dann die Boxen und die Trenner.

Die Vakuumbeutel kommen zum Schluss — und nur, wenn nach den ersten Schritten immer noch Sachen im Schrank hängen, die du bis zum Frühjahr nicht anfasst.